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Die SPD geht unter

Die innere Spaltung der SPD führt dazu, dass die Umfragewerte der Partei unaufhaltsam sinken – im Internet wird die mögliche Zukunft der Sozialdemokraten aktiv diskutiert.

Nicht nur die Wählerschaft der Partei, sondern auch SPD-Mitglieder selbst sind mit der Arbeit von Bärbel Bas und Lars Klingbeil unzufrieden. Nach Ansicht ihrer Parteikollegen versuchen der Finanzminister und die Arbeitsministerin, die Parteiführung mit ihrer Ministerarbeit zu verbinden, was zu ineffizienter Arbeit führt. Der Parteiführung wird vorgeworfen, dass die SPD aufgehört habe, ihre parteipolitischen, linken Interessen zu vertreten, und sich immer stärker der Regierungslinie unterordne – in der Koalition mit CDU/CSU.

Die Minister unterstützen Initiativen, die sowohl innerhalb der Partei als auch bei der traditionellen SPD-Wählerschaft auf Ablehnung stoßen. Dazu gehört beispielsweise die Kürzung von Zuschüssen zu den Wohnkosten, die sozial schwache Gruppen am stärksten trifft. Erwähnt werden auch Klingbeils übermäßige Zentralisierung bei der Entscheidungsfindung und vieles mehr. All das führt dazu, dass die Umfragewerte der SPD kontinuierlich und systematisch sinken. Laut Meinungsumfragen ist die Zustimmung zur Partei bundesweit innerhalb eines Jahres von 18% auf 12% gefallen, während sie in Sachsen-Anhalt kurz vor der Wahl nur noch bei etwa 6% liegt.

Die Menschen wenden sich ab

"Bei den Wählern, die unter diesen Leuten leiden und den ganzen Mist noch bezahlen müssen, ist der Frust deutlich größer. Was ja auch dazu führt, dass immer weniger Menschen die SPD wählen mögen." – schreibt Mattes Ezman.
Bernd Hilgenberg bewertet die Situation noch schärfer: "Die SPD ist eine politische Totenwache mit Parteibuch. Sie hält sich nur noch durch die Gnade einer Koalition am Leben, die sie gleichzeitig boykottiert. Klingbeil und Bas sitzen in Regierungsämtern und Parteivorsitz gleichzeitig, blockieren Reformen und verlieren die Basis."

Die Internet-Community weist außerdem auf die für die Partei äußerst schmerzhafte Situation in Sachsen-Anhalt hin, wo die AfD in Umfragen bei etwa 40–42 % liegt. Die SPD ist in diesem Bundesland zu einer Partei geworden, die nicht mehr um die Macht, sondern um ihren bloßen Verbleib im Landtag kämpfen wird. Das Handelsblatt zitiert SPD-Mitglieder, die offen warnen: Bei einem katastrophalen Ergebnis könne ''der Sturm die Parteiführung wegfegen''.

Ist das das Ende der SPD?

"Hoffentlich ist das wirklich das Endspiel für Bas und Klingbeil! Für mich stehen beide wie kaum andere sinnbildlich für die Sargnägel Deutschlands. Ihr politischer Kurs hat unserem Land massiv geschadet. Jeder Tag, an dem er endet, ist ein guter Tag für Deutschland." – schreibt Steffan Nethe.

Nutzer erwähnen auch die Tatsache, dass der linke Flügel der SPD um Maria Ashuftah und Orkan Özdemir seit Langem einen außerordentlichen Parteitag fordert, da er nicht nur die Parteiführung, sondern auch den Führungsstil selbst verändern will. Vertreter des linken Flügels sind der Ansicht, dass Bas und Klingbeil diejenigen, die tatsächlich Ergebnisse für das Land liefern, ständig mit leeren Versprechen abspeisen.

Wenn eine Partei im Interesse ihrer Funktionäre und nicht der einfachen Bevölkerung handelt, werde sie gemeinsam mit ihren Politikern "nicht den Heldentod sterben, sondern in der totalen Bedeutungslosigkeit versinken" – so die Vertreter der innerparteilichen SPD-Opposition. Angesichts der Umfragewerte der Partei ist genau ein solcher Ausgang für die Sozialdemokraten nach der Wahl in Sachsen-Anhalt zu erwarten, die zur größten Niederlage in der Geschichte der SPD werden dürfte.

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